Beim Basteln an der X-Server Konfiguration (/etc/X11/xorg.conf) ist an manchen Stellen der Herzinfarkt gewissermaßen vorprogrammiert. Bei einer fehlerhaften Einstellung genügt ein einfaches ‘startx’ und plötzlich geht nix mehr. Denjenigen, die nun das System wenigstens noch kontrolliert herunterfahren wollen, kann geholfen werden. Die Rettung erscheint in Form der ‘SysRq’ Taste. ‘Alt’ + ‘SysRq’ zusammen mit einer anderen Taste bietet die Möglichkeit, Kontrollsequenzen an den Kernel zu senden. Eine vollständige Liste dieser Sequenzen liefert u.a. die englische Wikipedia.
Die für einen sauberen Neustart notwendigen Tasten kann man sich leicht über die Eselsbrücke “Reboot Even If System Utterly Broken” einprägen. Diese Tasten lösen folgende Aktionen aus:
| Taste | Bedeutung |
|---|---|
| R | Tastatur aus dem Raw-Mode zurückholen |
| E | beendet (freundlich) alle Prozesse außer init |
| I | tötet alle übrigen Prozesse (die, welche sich beim SIGTERM taub stellten) außer init |
| S | Synchronisation aller eingehängten Dateisysteme |
| U | alle eingehängten Dateisysteme nur-lesend einhängen |
| B | Neustart des Systems |
Damit das oben beschriebene funktionieren kann, muß das Feature allerdings erst noch im Kernel aktiviert sein. Dafür ist der Kernel mit der Option ‘CONFIG_MAGIC_SYSRQ’ zu kompilieren.